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Konami Kanata: Kleine Katze Chi

Oh. Mein. Gott. Wie kann etwas so kleines nur so unglaublich niedlich sein? Die Mangareihe "Kleine Katze Chi" von Konami Kanata zu lesen macht einfach unglaublich viel Freude.

Es ist soooo süüüüüüüß! Es ist niedlich! Es ist toll! Es ist … Okay, eine Minute, ich muss wieder runterkommen.

So, jetzt hab ich mich wieder in der Gewalt. Es ist wirklich erstaunlich, was das Lesen mit einem anstellen kann. Fragt meinen Freund, der guckt mich immer nur leise seufzend an, während ich "Kleine Katze Chi" lese. Das könnte daran liegen, dass ich quietschend und mit den Beinen strampelnd über das Sofa rolle und dabei kichere. Das ist übrigens eine absolut gerechtfertigte Reaktion.

Aber vielleicht beginne ich lieber mit dem Inhalt. Es geht, oh Wunder, um die kleine Katze Chi. Während eines Spaziergangs mit Mama und Geschwistern trödelt Chi vor sich hin – und ist plötzlich allein. Im Park wird er dann vom kleinen Yohei Yamada und seinen Eltern gefunden und aus Mitleid mit heim genommen. Zunächst versuchen die Yamadas, ein neues zuhause für das kleine Kätzchen zu finden, weil in ihrer Wohnung keine Haustiere erlaubt sind. Doch es kommt, wie es kommen muss: Es findet sich niemand und die Yamadas schließen das süße Kätzchen ins Herz. Damit fängt die Handlung aber erst an und natürlich wird es auch Probleme geben mit dem Haustierverbot und einem großen schwarzen Kater aus der Nachbarschaft …

Die Kapitel bilden (meistens) abgeschlossene Episoden und erzählen ungemein charmant aus dem Alltag einer Katze. Chi ist neugierig, ein wenig tapsig, begeisterungsfähig … und versucht in katzenhafter Weise Schnürsenkel, Plastiktüten und ähnliches zu bekämpfen. Oder Tierärzte. Getragen wird die Handlung von einem unvergleichlich süßen Zeichenstil. Mich für kleine Katzen zu begeistern ist wirklich nicht schwer, aber diese Zeichnungen sind fast besser als echte Kätzchen.

Für eine Unzahl an Emotionen benötigt Konami Kanata nur zwei große Kulleraugen und ein spitzzahniges Mäulchen und schon sind da Begeisterung, Verwunderung, Freude, Trauer, Langeweile, Mordlust und grenzenlose Faszination. Für Chis Bewegungen muss die Autorin stundenlang ihre eigene Katze beobachtet haben. Jede Haltung ist eindeutig kätzisch. Das muss man erstmal schaffen, wenn die Darstellung eher chibi-artig als anatomisch korrekt ist.

Ausstattung: Es handelt sich bei dem Buch um eine Klappenbroschur, was für Manga eher ungewöhnlich ist. Die Klappen ergeben aber durchaus Sinn, da auf der vorderen immer noch ein Extra zum Ausschneiden abgedruckt ist. Ein süßes Lesezeichen beispielsweise oder ein Chi-Fanclub-Ausweis. Das Format ist etwas größer als das übliche Manga-Format, passt aber immer noch problemlos in die Handtasche.

Meine liebste Stelle im Buch: Alle! Es ist wirklich schwer sich zu entscheiden … Aber am lautesten lache ich immer, wenn Chi sich mit dem Gedanken "Ein Feind!" auf irgendwas stürzt, um es umzubringen. Zu knuffig ^^

Fazit: Für Katzenhasser ist das Buch nichts. Aber wer die kleinen Spitzohren mag, sollte unbedingt hineinlesen! Für jüngere Leser ist das Buch allemal geeignet und auch Erwachsene können sich ganz leicht von Chis Begeisterung anstecken lassen.

Konami Kanata: Kleine Katze Chi. 168 Seiten. 9,95 €. Carlsen Verlag.

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